Projektbeschreibung
Ziele des Gesamtprojekts Phase 1: Datenerhebung und -aufbereitung Phase 2: Auswertung
Ziele des Gesamtprojekts Phase 1: Datenerhebung und -aufbereitung Phase 2: Auswertung
Bei dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt „Sprachvariation in Norddeutschland“ (SiN) handelt es sich um ein Verbundprojekt mit den über den norddeutschen Sprachraum verteilten universitären Standorten Kiel, Hamburg, Münster, Bielefeld, Potsdam und Frankfurt (Oder). Untersucht wird das Spektrum der Alltagssprache in Norddeutschland. Es soll ein genaues Bild der heutigen Sprachwirklichkeit in den verschiedenen norddeutschen Regionen gezeichnet werden. Im Mittelpunkt stehen die umgangssprachlichen Sprechweisen zwischen dem Standarddeutschen einerseits und den niederdeutschen Basisdialekten andererseits.
Zwei Teilziele des Projekts werden definiert und in entsprechenden Projektphasen ausgearbeitet:
Ein erstes Teilziel des Projekts besteht in der systematischen Dokumentation des heute vorfindlichen Sprachgebrauchs in Norddeutschland. Dieses objektsprachliche Material wird als Analysegrundlage für eine Untersuchung unter verschiedenen Blickwinkeln dienen. Da zur Zeit keine Textkorpora existieren, die für Norddeutschland einen gegenwartsbezogen-synchronen Vergleich ermöglichen könnten, kommt dem Dokumentationsvorhaben eine grundsätzliche Bedeutung für eine an räumlichen, situativen und sozialen Aspekten interessierte Substandardforschung zu.
Ein weiteres, mit der Erhebung des objektsprachlichen Datenkorpus konstitutiv verknüpftes Teilziel betrifft die Dokumentation von Sprachperzeptionsdaten, heute verbreiteter Meinungen, Einschätzungen, Einstellungen etc. In diesem Zusammenhang werden individuelle Sprecherbiographien von Personen aus unterschiedlichen Regionen Norddeutschlands erstellt. Damit werden Verknüpfungen zwischen konkreter Sprachpraxis, Sprachperzeption, biographisch geprägter sprachbezogener Reflexion und Vorstellungs- wie Einstellungsmustern sichtbar und mit objektsprachlichen Daten in Zusammenhang gebracht.
(Frühjahr 2008 – Frühjahr 2010)

Karte des nach dialektgeograhischen Gesichtpunkten regional untergliederten, norddeutschen Sprachraums und die einzelnen Erhebungsorte
Mittelpommersch: Ferdinandshof, Strasburg
Mecklenburg-Vorpommersch: Gützkow, Schwaan
Holsteinisch: Lütjenburg, Wankendorf
Weitere Informationen zum Projektstandort Frankfurt (Oder): Mitarbeiter und Kontaktdaten, Beteiligung am Teilprojekt 1 "Areale Differenzen in Situalekten und Sprachlagenspektren"
Schleswigisch: Langenhorn, Sörup
Dithmarschisch: Marne, Wesselburen
Nordniederrheinisch: Kranenburg, Uedem
Weitere Informationen zum Projektstandort Kiel: Mitarbeiter und Kontaktdaten, Beteiligung am Teilprojekt 1 "Areale Differenzen in Situalekten und Sprachlagenspektren"
Nordhannoversch: Heeslingen, Ottersberg
Emsländisch-Oldenburgisch: Bakum, Lähden
Ostfriesisch: Hinte, Wahrsingsfehn
Weitere Informationen zum Projektstandort Hamburg: Mitarbeiter und Kontaktdaten, Beteiligung am Teilprojekt 2 "Individuelle Aspekte der Sprachvariation: Sprachlagen und Sprachbewegungen"
Südniederrheinisch: Bracht, Oedt
Westmünsterländisch: Heiden, Südlohn
Münsterländisch: Everswinkel, Wettringen
Weitere Informationen zum Projektstandort Münster: Mitarbeiter und Kontaktdaten, Beteiligung am Teilprojekt 2 "Individuelle Aspekte der Sprachvariation: Sprachlagen und Sprachbewegungen"
Ostwestfälisch: Marienmünster, Rödinghausen, zusätzlich: Langenberg
Südwestfälisch: Balve, Rüthen
Südliches Ostfälisch: Adelebsen, Wegeleben
Weitere Informationen zum Projektstandort Bielefeld: Mitarbeiter und Kontaktdaten, Beteiligung am Teilprojekt 3 "Spracherfahrungen, Sprachwissen, Spracheinstellungen. Untersuchungen zu den erhobenen Metadaten"
Nordbrandenburgisch: Gransee, Neustadt
Süd- und Mittelbrandenburgisch: Bad Saarow, Dahme
Nördliches Ostfälisch: Hermannsburg, Leiferde
Weitere Informationen zum Projektstandort Potsdam: Mitarbeiter und Kontaktdaten, Beteiligung am Teilprojekt 3 "Spracherfahrungen, Sprachwissen, Spracheinstellungen. Untersuchungen zu den erhobenen Metadaten"
Insgesamt 144 weibliche Gewährspersonen. Pro Ort vier Frauen im Alter zwischen 40 und 45 Jahren. Darunter, wenn irgend möglich, pro Ort:
(2010 bis 2012)
In der zweiten Phase des SiN-Projekts werden die zuvor erhobenen Daten systematisch nach verschiedenen Gesichtspunkten ausgewertet. Die enge Kooperation der verschiedenen Standorte in den einzelnen Teilprojekten einerseits und die Kooperation zwischen Standorten verschiedener Teilprojekte andererseits erlaubt hierbei die Bezugnahme und globale Einordnung der einzelnen Auswertungen.
Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Tätigkeiten in der Auswertungsphase sind auf den Seiten der Teilprojekte einsehbar: